Apple, Sports

Die neue Apple Watch im Praxistest

Uhr als Motivator

Im September habe ich mir das neue Apple Watch Sondermodell von Nike+ mit LTE bestellt. Über die erwarteten Neuerungen habe ich im August mal was geschrieben. Die neue Uhr soll meine 1. Apple Watch aus 2015 ersetzen und mir insbesondere helfen, ein wenig fitter zu werden. Während die erste Version der Apple Smartwatch knapp ein paar Wasserspritzer übersteht ist die neue Ausgabe wasserdicht und vor allem schwimmtauglich. Dies passt perfekt, denn seit ein paar Monaten versuche ich pro Woche etwa drei bis vier Mal ganz frühmorgens ein paar Längen im Schwimmbad abzuspulen. Im Sommer natürlich im Freibad, seit dem Herbst verständlicherweise im Hallenbad.

Alternative zur Konkurrenz von Nokia?

Im Frühling habe ich von einer kurzfristigen Aktion Gebrauch gemacht und mir eine Withings Go angeschafft. Diese einfache Smartwatch eignet sich perfekt als Schlaftracker und ist dank der wasserdichten Bauweise auch ein guter Schwimmbegleiter. Dieses Teil konnte ich damals für knapp über CHF 25.- erstehen. Weil Nokia die Marke Withings wahrscheinlich so rasch wie möglich beerdigen wollte, warf man die „alten“ Geräte zum Spottpreis auf den Markt. Heute kostet die Nokia Go  etwas weniger als 40 Euro. Ich konnte also ein Schnäppchen machen 😉

Zurück zur Frage: Konkurrenz zu Nokia? Unfaire Frage! Die Go von Nokia ist definitiv ein guter Aktivitätstracker, zuverlässig, braucht kaum Strom und eine einfachere Bedienung gibt es gar nicht. Aber eben, es ist ein Aktivitätstracker. Zu gerne hätte ich gewusst, wie hoch mein Puls ist, wieviele Längen ich absolviert habe oder auch in welcher Zeit. Das kann die Go nicht. Aber die Apple Watch kann es. Und irgendwie macht das frühmorgendliche Schwimmen so noch mehr Spass. Nach dem Eintauchen ins Becken den Startbefehl geben, die Uhr zählt von drei zurück und los gehts. Zuerst musste ich natürlich die Länge des Schwimmbeckens einstellen, in meinem Fall 50 Meter, dann rechnet die Uhr sowohl die Schwimmzüge als auch die zurückgelegte Strecke. Und das sehr genau, denn sie merkt sogar, wenn man nach einer Länge umdreht und in die entgegengesetzte Richtung paddelt. Sie registriert dabei auch die eingelegten Pausen und zählt diese von der effektiven Schwimmzeit ab. Dies hilft einem Statistik-Freak wie mir auch mal zu prüfen ob ich denn nun schneller unterwegs bin, oder mit einem tieferen Puls (also doch ein wenig besser trainiert). So macht Schwimmen noch mehr Spass.

Und was ist mit der LTE-Funktion?

Mein Anbieter verspricht bis Ende Jahr die LTE-Funktion freizuschalten. Dann kann ich die verschiedenen Funktionen endlich prüfen. Die Idee, dass man bspw. das Smartphone nicht überall hinnehmen muss, gefällt mir. Natürlich sind diese Fälle dann seltener als ich sie mir bei der Kaufentscheidung zurecht gelegt habe – aber das ist zweitrangig. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Akkulaufzeit verändert wenn da ein LTE-Modul immer am mitfunken ist. Bis jetzt bin ich absolut positiv überrascht wie die neue Batterie die Uhr zuverlässig mit Strom versorgt. Bislang ist der Uhr die Kraft noch nie ausgegangen – was man von meinen Schwimmversuchen nicht behaupten kann.

Die Uhr wurde wirklich smarter

Schon mit der Ankündigung des neuen Watch OS habe ich realisiert, dass mir das neue OS helfen kann die gesteckten Tagesziele hinsichtlich Bewegung, Kalorien und Trainingsminuten zu erreichen. Schon mehrfach hat mich meine elektronische Begleiterin nach 20 Uhr darauf hingewiesen, dass mit einem zügigen Spaziergang sowohl die Trainingszeit als auch der Kalorienverbrauch erreicht werden könnte. Statt also vor die Glotze zu hängen doch lieber noch einen ausgedehnten Spaziergang durchs Dorf machen? Und plötzlich sind alle Ringe voll.

Lohnt sich der Kauf, das Upgrade, der Umstieg?

Ich finde ja. Mir helfen vor allem die Sportfeatures, auch dass ich durchaus mal „Knight Rider“ mässig mit meinem Handgelenk sprechen kann, finde ich nicht schlecht. Was fehlt mir? Zurzeit warte ich einfach auf die Freischaltung der LTE-Funktion. Aber sonst passt alles. Mails habe ich ausgeschaltet, das ewige Gebimmel nervt und so richtig lesen kann man die Nachrichten ja auch nicht. Lohnt sich ein Upgrade? In meinem Haushalt gibt es neben meiner Watch aus der 1. Generation noch eine Nike+ Watch aus der 2. Generation. Die Unterschiede zum ganz alten Modell sind deutlich grösser. Am meisten gestört hat mich bei der ersten Version, dass sie nicht wasserdicht ist (was für Generation 2 nicht gilt). Daher lohnt sich der Umstieg von der 1. auf die 3. Generation sicher – deutlich weniger zwingend finde ich aber ein Wechsel von der letzten Ausgabe auf das neuste Modell.

Wer gleich zuschlagen will: Unten sind meine Affiliate-Links zu Amazon 😉 Danke.