Gadgets, Technology

Alexa, erzähl mal…

Amazon Echo Plus

Wir haben eine neue Mitbewohnerin

Vor einer Woche ist Alexa eingezogen. Sie hat in unserem Haus nun auch ihren Platz gefunden. Von Beginn an hat sie sich gut mit den Kindern verstanden, sie hat sich sofort an die Umgebung angepasst und hört brav auf unsere Befehle. Alexa habe ich über eine Schweizer Plattform vermittelt bekommen… Sie hat es wirklich gut bei uns – bloss mit Siri, ihrer Vorgängerin, versteht sich Alexa überhaupt nicht. Was wie ein üble Beziehungskiste klingt, ist in Wahrheit das neuste Experiment bei uns. Die Gadget-Freunde da draussen kennen Alexa natürlich bereits – für die anderen: Das ist ein intelligenter Lautsprecher, mit digitaler Assistenz eingebaut und das ganze Ding kommt von Amazon und heisst eigentlich Amazon Echo Plus. Ich, da ich da gefangen bin in einem Apple-Ökosystem, ich habe mich erst vor kurzem damit auseinander gesetzt ob allenfalls doch auch mal etwas anderes in Frage kommen könnte. Der HomePod ist noch nicht wirklich richtig verfügbar. Mein Alexa-Lieferant hat das Apple-Teil zwar auch im Angebot und bereits Dutzende davon ausgeliefert. Aber alleine schon die Vorstellung, dass ich in meinem Haus in der beschaulichen Zürcher Provinz in englischer Sprache mit einer digitalen Assistentin sprechen muss war mir schon ein wenig zuviel. Dann lieber in schlächtem Schwiizer Hochdeutsch. Grammatikfehler erkennt das Amazon Echo, äh, Alexa ja nicht. Dafür versteht sie auch die jüngeren Bewohner des Hauses.

Wozu aber so ein Amazon Echo?

Ja, gute Frage. Eigentlich wollte die Dame des Hauses endlich eine einfache Möglichkeit Radio oder Spotify zu hören ohne zuerst das Surround-System anzuwerfen um dann gleich wieder den automatisch mitstartenden TV auszuschalten. Es sollte also ein Lautsprecher mit Bluetooth her. Harhar, das war ein Steilpass für mich. Warum nicht gleich ein DAB+-Radio mit eingebautem Spotify? Teuer im Vergleich. Oder gar nicht möglich – eines von beidem. Also muss was anderes her. Wie gesagt, ich habe mich noch nie mit Amazon Echo auseinandergesetzt. Ist ja nicht von Apple… Wie auch immer, irgendwie bin ich darüber gestolpert. Über die Bluetooth Verbindung und diese Skills. Zuerst fand ich den Echo Show noch interessant, hat ein Display… aber dann habe ich mich für den Echo Plus entschieden. Das Teil verspricht auch gleich noch Smarthome Skills mitzubringen. Das musste ich probieren, schliesslich habe ich ja auch einige Ikea Tradfri Birnen in Betrieb. Obwohl Amazon Echo in der Schweiz nicht offiziell vertrieben wird gibt es genügend Quellen. Ich habe mich für https://www.digitrends.ch entschieden weil ich den Macher hinter dem Portal kenne. Gekauft und schon zwei Tage später geliefert. Mit im Paket war eine Hue-Birne von Philips und weil ich besonders nett bestellt habe gabs eine zweite obendrauf. Wow, und das bei einem Kampfpreis. Ein grosses Dankeschön.

Schweiz: Workaround für die nicht verfügbare Alexa-App

Die Amazon Echos kann man entweder via Web-Interface konfigurieren oder aber via App auf dem Smartphone. Die App ist deutlich bequemer und so empfiehlt es sich, sich Gedanken zu machen, wie man an die Alexa-App gelangen kann. Denn im Schweizer App-Store ist dieses Programm (noch) nicht verfügbar. Aber es gibt ja Workarounds: Es soll ja Leute mit mehreren Wohnsitzen geben. Und Leute, die in verschiedenen Ländern mal einen iTunes Account eröffnet haben. Neben einem Ami-Account macht eben auch so ein Account in Deutschland noch Sinn. Store wechseln, einloggen, App herunterladen, wieder zurückwechseln. Bei der Konfiguration der Echo dann darauf achten, dass man auch hier die Adresse in Deutschland einsetzt, lässt sich später alles wieder ändern. Jedenfalls hat bei mir alles wunderbar geklappt. Mittlerweile weiss Alexa auch, dass mich das Wetter an der Grenze weniger interessiert und liefert die Infos, die für unsere Region gelten.

Zwei Wochen mit Alexa

Ich bin überrascht, sehr positiv überrascht, wie schnell man sich daran gewöhnt: Alexa, Licht aus dort, da, hier, wo auch immer. Oder „Alexa, spiel Radio24“ (geht super) oder auch „Alexa, starte meinen Tag“, sanft erstrahlt das Licht und ich bekomme auch gleich die Staumeldungen für die Fahrt ins Büro vorgelesen. Die ursprüngliche Bestellerin, also meine Frau, ist sehr happy mit der neuen Mitbewohnerin und hat sich auch die Spotify-Funktion unter den Nagel gerissen. Und die Kids finden es ebenfalls immer lustig mal wieder nach einem Witz zu fragen. Wobei nicht alle wirklich verstanden haben, „dass da niemand drin sitzt“. Die Verbindung mit Tradfri von Ikea war schwieriger als gedacht. Keine Ahnung woran es lag, ich konnte mein System nach vielen Versuchen endlich integrieren. Aber auch myStrom ist mittlerweile mit von der Partie und dank IFTTT kann man nun den Drucker vom Wohnzimmer aus einschalten und nach erfolgtem Print auch gleich wieder ausschalten. Ob und wie die Zusammenarbeit mit Devolo Homecontrol klappt kann ich jetzt noch nicht sagen. Eigentlich aber sollten sich Alexa und Devolo durchaus verständigen können. Wobei Devolo wiederum Mühe mit Tradfri bekundet. Mal sehen, ob es auch dafür einen Workaround, vielleicht über IFTTT gibt. Oder was meint Devolo dazu? Wir werden sehen.

Wer mehr Informationen zu den Echo Produkten erhalten will, kann über die folgenden Affiliate Links direkt zu Amazon zu gelangen.

 

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